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Elektronische Geldbörse ArtikelElektronische Geldbörsen (Electronic Purses) gibt es seit einigen Jahren (1995/96), als Chips zusätzlich zu dem Magnetstreifen auf Zahlungskarten angebracht wurden. Mit den Chips war es möglich geworden, ein neues Bankprodukt in dem Zahlungsverkehr, die Elektronische Geldbörse, anzubieten. Elektronische Geldbörsen können auf allen Plastikkarten mit geeigneten Chips angebracht werden.
Eine Elektronische Geldbörse arbeitet nachdem "Pay Before"-Modus. Demgemäß erfolgt zuerst ihre Ladung an einem Ladeterminal mit einem Geldbetrag. Erst dann kann unter Zuhilfenahme von Zahlungsterminals bargeldlos gezahlt werden. Ladebeträge werden einem Pool-Konto gutgeschrieben. Zahlungsbeträge werden dem Pool-Konto angelastet. Dieses Pool-Konto muß systemimmanent ein Guthaben, den Float, aufweisen. Vor allem kleinere Beträge können rasch und problemlos - offline - damit beglichen werden.
Elektronische Geldbörsen gibt es in vielen Ländern meist als Gemeinschaftsprodukte der jeweiligen Geldinstitute - so auch in Deutschland (Geldkarte), Österreich (Quick) und der Schweiz (Cash ). Es handelt sich bei diesen Produkten um drei unterschiedliche technologische Systeme, die nicht miteinander kompatibel sind. In Deutschland, Österreich und der Schweiz befinden sich die Elektronischen Geldbörsen primär auf den Debitkarten. Jedoch spricht nichts dagegen, auch Kreditkarten damit auszustatten. Ebenso sind auch "reine" Elektronische Geldbörsen-Karten möglich.
Mangels internationeler Spezifikationen und Standards gibt es heute zusätzlich zu den 3 genannten Elektronischen Geldbörsen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Systemwildwuchs wie z.B. Proton (Belgien), Avant (Finnland), Danmont (Dänemark), Chipknip (Niederlande), MEP(Portugal), Minipay (Italien), Minicash (Luxemburg), Moneo (Frankreich) oder Monedero 4B (Spanien).
Aufgrund der Systemvielfalt und der damit einhergehenden Inkompatibilität sind grenzüberschreitende Transaktionen daher nicht möglich. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, daß aufgrund der zwischenzeitlich mit CEPS gefundenen Spezifikation eines Tages auch grenzüberschreitende Elektronische Geldbörsen-Systeme existieren werden.
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